Das richtige Mindset beim Lernen oder was wir vom Haushalt lernen können

Heute möchte ich Dir eine kleine Anekdote aus meinem Leben erzählen:

Vor ein paar Tagen war es mal wieder soweit, der liebe Haushalt rief: «Du musst etwas tun, sonst wird es dreckig…!» – Da ich an diesem Tag ein wenig geschafft von der schönen, aber sehr arbeitsreichen Woche war und auch ziemlich müde, hatte ich ehrlicherweise nicht die größte Lust auf Hausarbeit (wobei ich es schon gern sauber und ordentlich mag).

Beim Anstellen der Spülmaschine kam mir die zündende Idee:

Eine «Challenge» muss her (das ist doch jetzt modern!). Und zwar: ein kleiner Wettlauf mit der Spülmaschine. In der Zeit, wo sie mir die Arbeit abnimmt, nehme ich den Kampf mit dem Haushalt auf (so der Plan). Sobald sie fertig gespült hat, gibt’s für mich einen leckeren handgebrühten Kaffee mit Dinkelschokokeks zur Belohnung.

Also los!

Du wirst es nicht glauben. Es war unglaublich, was ich in dieser Zeit (ca. 1 ½ Stunde für den Spülgang) geschafft habe:

  • Den Staubsaugerfilter mit Pinsel gereinigt
  • das Büroregal aufgeräumt (aber tippitoppi!)
  • Altpapier, Leergut und den gelben Sack entsorgt
  • die Bude durchgesaugt und gewischt
  • den Merlin (Golden Retriever) gekämmt und gestriegelt
  • eine kleine Einkaufsliste für Reparaturen erstellt

Man glaubt nicht, was man in einer derart kurzen Zeit alles bewerkstelligt bekommt, wenn man nur will. Das Zauberwort ist: Anfangen!

Hält man eine Tätigkeit (wie z.B. das Lernen) einige Minuten ohne Unterbrechungen durch, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man konzentriert für einen gewissen Zeitraum arbeiten kann (z.B. eine Stunde).

Ich merke auch in den Therapiestunden immer, wie schnell einerseits die Zeit vergeht (45 Minuten für ein Erstgespräch oder 50 Minuten für Psychotherapie verfliegen quasi «im Nu»), wie man aber andererseits auch in diesem Zeitraum sehr viel besprechen und durcharbeiten kann (wenn das Gespräch effektiv, geplant und strukturiert ist).

Du kennst es vielleicht auch vom Sport, wenn man zu Beginn des Trainings erst den inneren Schweinehund überwinden und einfach loslegen muss. Hinterher fühlt man sich super und fragt sich, warum man das nicht öfter macht.

Mein Fazit aus diesem Haushaltserlebnis ist:

Man braucht Ziele, Raum und Zeit um diese zu verwirklichen sowie einfach manchmal diesen Tritt in den Allerwertesten. Wobei mir persönlich das Lernen bzw. Schreiben immer mehr Freude bereiten wird als der Haushalt. Aber dafür habe ich dann durch das Saubermachen um mich herum eine gereinigte Atmosphäre, darf mich an den Schreibtisch setzen und mit dem Schreiben loslegen.

Probier´s einfach mal aus, ändere Dein Mindset und finde kreative Lösungen, die Dich motivieren.

P.S.: Die Kaffeepause mit Keks war sehr lecker und Merlin hat zur Belohnung natürlich auch etwas erhalten: einen schönen Knochen.


Mein Tipp für Dich: Finde das richtige Mindset für Dein Lernen!

Setze Dir Lernziele. Nimm Dir die Zeit und schaffe Raum um an Deine Ziele zu kommen. Du bist flexibel, wenn Du Dich über lehrreiche Erfahrungen erfreuen kannst. Der Glaube an Deine Ziele ist wichtig, auch wenn sie noch nicht sichtbar sind. Der Weg dorthin ist ein Prozess, der Beachtung braucht.

Lerne mit Humor – und trickse den inneren Schweinehund aus.

Herzlichst, Deine Sybille

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